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Es fast schon schwierig geworden, noch einen einarmigen Banditen zu finden, bei dem man mit einem Hebel das Rollen der Walzen in Gang setzt. Immer mehr Automaten sind heute mit einem Bildschirm ausgestattet, auf dem dann die verschiedenen Spiele ablaufen. Für die Hersteller hat das einen großen Vorteil: Sie müssen lediglich die Software ändern, das Gehäuse kann bestehen bleiben. Und da die meisten Automaten in den Spielbanken mit der gleichen Spiele-Software ausgestattet sind wie Online-Casinos, kann man die Spiele gleich zwei Mal verwerten. Aber auch für den Casinobetreiber hat das Vorteile, denn er kann recht schnell das Spiele-Angebot anpassen und verändern, in dem er schlicht eine neue Software einspielt.

Ebenso schnell geht das auch bei Online Casinos, die heute auch ein Backend haben, das die Spieler und deren Nutzung ständig analysiert. So kann der Betreiber auf seinem Backend-Bildschirm nachschauen, ob ein Spiel weniger benutzt wird, und zum Beispiel versuchen, es dann auf der Startseite zu bewerben. In der Regel geht das heute mit einem Mausklick, weil die Casino-Software es auch erlaubt, bestimmte Elemente der Webseite zu verändern – ähnlich einem Content-Management-System.

Gleiches gilt aber auch für die Spielautomaten selbst. Auch sie liefern immer bessere Daten und man kann recht gut feststellen, ob und wie ein bestimmter Automat genutzt wird. Doch das ist nicht einmal die größte Herausforderung für Entwickler: Sie versuchen, sowohl Technologie als auch Funktionen ständig zu verbessern.

Großer Sprung mit grafischen Darstellungen

Einen Anfang machten die so genannten Videospielautomaten, bei denen nicht mehr nur einfache Grafiken angezeigt werden, sondern fast wie in einem Film sogar ein kleiner Trailer läuft und zum Beispiel die Geschichte des Helden Gonzo kurz erzählt, der bei Gonzos Quest versucht, die Stadt Eldorado zu finden. Mit der Entwickelung der Videoautomaten ging auch eine verbesserte grafische Gestaltung einher, vor allem was Animationen und 3D-Effekte betraf.

Ein weiterer Meilenstein wurde erreicht, als in Casinos das Live-Casino eingeführt wurde, bei dem man per Kamera mit einem echten Spieltisch und Croupier verbunden wurde. Gleichzeitig wurden Mischformen aus einem klassischen Automaten und einem Kartenspiel entwickelt. Sehr oft bekommt man heute schon Extraspiele, bei denen man eine kleine Runde Blackjack spielen muss, um einen Hauptgewinn zu bekommen.

Die Zukunft ist virtuell

Der nächste Schritt dürften Spiele mit Augmented Reality sein, die dann scheinbar in den Raum gestellt werden können. Damit kann man sich theoretisch einen Spielautomaten ins eigene Wohnzimmer stellen. In eine ähnliche Richtung gehen Casinos, die schon Virtuelle Realität anbieten. Auch hier steht man wieder vor einem klassischen Spielautomaten, der allerdings in einer virtuellen Umgebung steht. Die ersten Spiele sind bereits 2016 entwickelt worden und funktionieren mit einer Oculus Rift VR-Brille. In Zukunft ist es sogar denkbar, dass man zum Beispiel mit der Hand gigantische Walzen in Schwung bringt, die an einer Pyramide angebracht sind. Das Abenteuer beim Spielen wird die Automaten der Zukunft weitaus mehr bestimmen als nur die Gewinnmöglichkeiten und die Bonusse.

Für die Entwickler von Spielautomaten wird das auch bedeuten, dass sie sich mehr mit dem Storytelling bei einem Automaten beschäftigen werden müssen. Um einen Spieler zu fesseln, wird er zunehmend Abenteuer bestehen müssen, statt nur den Start- und Stopp-Knopf zu drücken.